Apiculture

Bio-Imkerei „Beim Laangfeld“ in Nothum


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Eine Gold-Medaille für unseren Bio-Honig.

Der Bienenverein Capellen hat im November 2017 einen nationalen Honigwettbewerb organisiert, welcher zum Ziel hatte, die Vielfalt und die Qualität des luxemburger Honigs zu zeigen und die Handwerkskunst der teilnehmenden Imker zu belohnen. Zuerst wurde jeder Honig im Labor analysiert. Anschließend vergab die Jury bei der Verkostung der Honige Punktwerte auf Aussehen, Geruch, Konsistenz und Geschmack.

Wir reichten unseren 2017er Bio-Sommerhonig ein, der mit der Gold-Medaille ausgezeichnet wurde. Diese Auszeichnung sehen wir als eine Bestätigung u.a. unserer Bemühungen, den Bienen eine Vielfalt an Nahrungsquellen bereitzustellen, die nicht nur den Insekten zu gute kommt, sondern auch im Allgemeinen die Biodiversität in unserer unmittelbaren Gegend erhöht.


Honig ist viel mehr als nur Zucker!
Seit mehr als 8000 Jahren verarbeitet der Mensch das Lebens- und Heilmittel „Honig“. Der Honig schmeckt nicht nur gut, sondern wirkt entzündungshemmend und antibakteriell.

Wir als Imker.
Vor 2012 hatten wir keinen Kontakt zu Bienen. Dann haben wir unsere zwei ersten Völker als Ableger bekommen. Ein Jahr danach konnten wir unseren ersten, eigenen Honig schleudern. Heute besteht die Imkerei aus 13 Völkern.

Unsere Imkerei.
In unserem Haus haben wir einen kleinen Raum umgebaut, der als Schleuder- und Lagerraum dient. Die Bienen stehen nicht nur bei uns am Haus, sondern sind auf weiteren Standplätzen verteilt. Uns liegt die richtige Wahl der Standplätze besonders am Herzen. Sowohl Flora als auch Bienen nützen einander. Bei der Aufstellung achten wir darauf, möglichst von der intensiven Landwirtschaft unbeeinträchtigte Plätze (Streuobstwiesen, Waldlichtungen) auszuwählen. Dadurch steht den Bienen eine reichhaltige, unbelastete und kontinuierliche Pollen- und Nektarversorgung zur Verfügung. Und auch der erzeugte Honig ist möglichst unbeeinträchtigt von Agrochemikalien und Schadstoffen.

Unser Bienenhonig: ein biologisches Erzeugnis höchster Qualität.
In einem guten Honigjahr wird der Honig einmal im Frühjahr und einmal im Sommer geerntet. Zuerst wird er mithilfe eines Refraktometers auf seinen Feuchtigkeitsgehalt überprüft: dieser darf nicht über 18% liegen, anderenfalls wird der Honig später fermentieren. Nach der Entnahme der Honigrähmchen werden diese entdeckelt, d.h. der Verschlusswachs der Waben wird abgeschabt, bevor die Rähmchen in der Schleuder landen und in vier Durchgängen im Kreis gedreht werden. Schlussendlich fließt der Honig aus der Schleuder in einen Behälter. Nach dem Schleudervorgang ist er allerdings noch nicht verzehrfertig. Je nach Beschaffenheit muss er bis zu sechs Wochen lang täglich ein paar Minuten lang umgerührt werden, ansonsten kristallisiert er. Wichtig für uns ist, dass sowohl der Honig als auch der Bienenwachs unbelastet sind.

Im Juli 2017 wurde unser Honig mit dem europäischen Bio-Zertifikat ausgezeichnet, was uns auch ermöglichte, eine Mitgliedschaft als Produzent bei Bio-Lëtzebuerg er erhalten. Voraussetzung für den Erhalt dieses Qualitätlabels ist, dass das Material, das mit dem Honig in Kontakt kommt, frei von chemischen Rückständen ist. Deswegen bestehen die Bienenbehausungen alle aus mit Leinöl angestrichenem Holz. Die (Wachs-)Mittelwände werden bei einem geprüften Bio-Hersteller zugekauft, bis wir unseren eigenen Biowachskreislauf haben. Auch die Behandlung der Bienen gegen die Varroamilbe muss ohne den Einsatz von künstlichen Chemikalien erfolgen. Eine Kontrollinstanz entnimmt Wachs- und Honigproben und überprüft sie auf Schadstoffe. Darüber hinaus herrscht eine Dokumentationspflicht. Einmal pro Jahr wird eine erneute Kontrolle durchgeführt, doch die Instanz behält es sich auch vor, unangemeldet vorbei zu kommen, um Proben zu entnehmen.

Natürlich können auch die Bienen von Bio-Imkern Blüten anfliegen, die mit Pestiziden oder Herbiziden behandelt wurden. Wir versuchen aber durch eine gezielte Aufstellung unserer Völker in Gegenden, wo eine reiche Artenvielfalt an unbehandelten Blumen, Sträuchern und Obstbäumen herrscht, dieses Risiko auf ein Minimum zu reduzieren.

Cradle to Cradle (C2C): Circular Economy.
Wohin mit den leeren Honiggläsern? Ab in den Glascontainer?
Durch den Recyclingprozess entsteht „neues“ Glas, welches im Allgemeinen von minderer Qualität ist. Eine aus Altglas zusammengesetze Schmelze kann also nicht für die Herstellung eines neuen Honigglas verwendet werden.

Besser wäre es doch, die Gläser würden ihrem eigentlichen Verwendungszweck – nämlich Honig zu beherrbergen – wieder zugeführt. Und genau das tun wir: wir nehmen Ihre leeren, sauberen Gläser mit Deckel zurück. Sie werden bei uns in der Spülmaschine gesäubert (wie übrigens auch neue Gläser mit Deckel) und von Hand kontrolliert. Stellen wir ein Qualitätsverlust fest, so wird der Deckel oder das Glas aus dem Kreisprozess entnommen.

Und wir denken weiter!

Die Etiketten unserer Gläser, die unsere Kunden über uns und unseren Honig informieren, werden nicht aufgeklebt, sondern mit einer Bastfaser um den Glashals gebunden. Bei der Rücknahme sind die Gläser somit frei von geklebten Etiketten oder Resten von Klebstoff. Dies kommt der Umwelt zu Gute, da der Bast sich zersetzt und das Papier der Etikette recycelt werden kann.